Parte VIII: Ay, el mayo!~ Ach, der Mai!

Liebe Freundinnen und Freunde,

Liebe Bekannte,

Liebe Sponsorinnen und Sponsoren,

Liebe Interessierte,

Nun bleibt mir nur noch ein Monat in meiner Einsatzstelle an der Escuela San José – ein Monat, in dem ich als Englischlehrerin Unterricht vorbereite, und eine Arbeit mache, die mir so viel Freude bereitet.

Schon jetzt kann ich das Level meiner Schülerinnen und Schüler bewerten und sehen, wo sie nach 8 Monaten Englischunterricht bei Señorita Raquel stehen. Ich bin ehrlich gesagt so stolz, wenn meine Drittklässler und -klässlerinnen (7-8 Jahre) zur Tafel gehen, sich einen Marker schnappen (ohne meine Erlaubnis, aber gut!) und die Zahlen von eins bis zehn an die Tafel schreiben. Wenn mir meine Kids aus der vierten mit geschwellter Brust ihr gelöstes Zahlenpuzzle zeigen. Oder wenn die Erstklässler und -klässlerinnen allein den ‚Good Morning-Song‘ brüllen, und ein Schüler danach nur trocken bemerkt: ‚Das war kein Singen Señorita, das war Schreien!‘

Das alles macht mich wirklich glücklich, und vermittelt mir den Eindruck, das meine Arbeit einen Effekt hat. Das sie zu einem kleinen Teil nachhaltig ist, was das Englischlevel angeht, aber vor allem einen Eindruck bei den Schülerinnen und Schülern hinterlässt: Lernen macht Spaß, Englisch macht Spaß und weckt Interesse, und dieses Interesse regt selbstständiges Lernen an.

Bei so vielen Kindern habe ich über das Jahr Entwicklungen gesehen- am Anfang gelangweilt und etwas träge, und jetzt begeistert und aufgeweckt dabei im Unterricht. Bei anderen habe ich bemerkt, wie sie sich selbst besser kennenlernen- und merken, dass sie beispielsweise nicht die schnellsten Schreiber*innen sind, aber dafür unglaublich schnell neue Aufgabenstellungen verstehen und diese meistern.

Es war bis jetzt wirklich schön, Teil eines Prozesses zu werden, indem man ihn mitverfolgt und ihn teils sogar selbst ausgelöst hat. Das soll nicht Beifall heischend klingen, sondern nur konstatierend. Deshalb bin ich sehr dankbar, meine Arbeit insgesamt 11 Monate ausüben zu können.

Nun hier noch eine Bildergalerie zum Durchklicken- diesen Monat habe ich versucht, wieder mehr Fotos zu machen (zu Freuden der Kinder!)…

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Muttertagsaktion! Nach einigem Falten und Kleben hatten alle ein Herz am Stiel…

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Auch außerhalb der Arbeit habe ich wieder Neues von diesem wunderbaren Land entdecken können. So ging es an einem langen Wochenende zu meinem ersten Festival in Quito, wo meine Lieblingsband Bomba Estereo aus Kolumbien der Star des Abends war. Sie machen sogar eine Europatour, also falls ihr Interesse habt…!

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Die wunderschöne Basílica del Voto Nacional in Quito.

Danach ging es hoch hinaus auf knapp 4000 Meter Höhe, um die berühmste Lagune Quilotoa zu umrunden.

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Vom Krater aus: auf der anderen Seite die Lagune, auf der anderen: das!

Für das Muttertagswochenende wurden Miriam und ich von unserer lieben Kollegin Nelly auf ihre Avocadoplantage eingeladen, um beim Ernten der Avocados zu helfen. Dort verbrachten wir ein wunderbares Wochenende, bei dem wir in den Genuss der Gastfreundschaft von Nellys riesiger Familie kamen, die uns ein hotelreifes Zimmer herrichteten und uns mit fantastischem Essen aus selbstangebautem Gemüse und eigenem pollo (Hühnchen) beglückten. Bevor wir vor unsere Haustüren abgesetzt wurden, bekamen wir jede noch eine Tüte mit selbstgepflückten Avocados und Mandarinen in die Hand gedrückt- wirklich nochmal danke für alles, liebe Nelly!

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Reiche Ausbeute nach der ganzen Kletterei!

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Doch auch in meinem Zuhause Tena wurde wieder einiges Neues entdeckt- dank Monas reger Aktivität auf Facebook wanderten wir 2 Stunden zu der versteckten Lagune Rumicocha (Kichwa: Steinlagune) und kamen in den Genuss dieses magischen Ortes.

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El paraíso: Laguna Rumicocha!

Und dann war da auch schon mein 19. Geburtstag- noch so ein Stichtag, der mir die Länge meines bisherigen Aufenthaltes ins Gedächtnis rief. Zusammen mit Freunden aus Tena und den anderen Freiwilligen verbrachte ich einen unvergesslichen Tag mit überraschend wenig Heimweh- gracias amig@s, ihr seid die Besten!

Oscar war auf jeden Fall scharf auf die Erdbeeren, und meine Kollegen*innen befanden mich wohl schon alt genug für das Fragezeichen!

So neigt sich der Mai zum Ende, und ich hoffe, bei euch kommt nun auch der Sommer an!

Ich bedanke mich bei euch allen für euer Interesse, eure Unterstützung, die auf meinem Freiwilligenkonto und in meinem Postfach ankommt. Die Erfahrungen, die ich dank euch hier mache, haben einen unbazahlbaren Wert- tausend Dank euch dafür! Und in diesem Monat auch danke für alle Glückwünsche, die mich erreichten!

Nun alles Liebe zu euch, und schöne restliche Pfinstferien den allen, die in den Genuss kommen!

Mit Sonnengrüßen aus dem warmen Tena,

Rahel

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