Parte VII: Descubrir el país~ Das Land erkunden

Liebe Familie, Freunde und Bekannte,

Liebe Sponsorinnen und Sponsoren,

Liebe Interessierte,

 

Schon wieder ist ein Monat vergangen und ich bin meiner Abreise nun näher als meiner Ankunft. Es ist seltsam zu wissen, dass ich jetzt noch etwas mehr als zwei Monate am San José Colegio arbeiten werde, und meine Arbeit dort dann für immer vorbei sein wird. Im Angesicht dieser Tatsachen genieße ich meine Arbeit mehr denn je, die Gespräche mit den Kindern, das Gefühl, richtig integriert zu sein.

Auch außerhalb der Arbeit genieße ich meine Zeit hier weiterhin, und erkunde Ecuador immer ein Stück mehr an den freien Wochenenden.

An Ostern ging es mit Mona nach Otavalo, einem kleinen aber feinen Städchen in den Anden auf knapp 2600 Metern Höhe, das für seinen Kunsthandwerksmarkt berühmt ist. Von Alpaca-Pullis über Schmuck bis hin zu schönem Geschirr gibt es hier alles zu finden. Der Markt hat eine jahrhundertelange Geschichte, denn schon seit der Zeit vor den Inkas kamen Händler zu Fuß aus dem Urwald, um Geschäfte zu machen. Lange wurden die Fertigkeiten der otavaleños ausgebeutet, bis es 1964 zur Agrarreform kam, die Leibeigenschaft endlich verbot und Einheimischen Landbesitz legalisierte.

Es ist hier sehr hilfreich, gut Spanisch zu sprechen- denn als Ausländer*in wird man so ziemlich immer übers Ohr gehauen mit den Preisen. So wurden Mona und ich um einen kuscheligen Pulli aus Alpacowolle wärmer und um einige Schmuckstücke reicher, indem wir knallhart verhandelten.

Obwohl es über das Osterwochenende sehr regnerisch war, erwischten wir doch ein paar Sonnenstrahlen, um noch Otavalos Umgebung etwas zu erkunden.

IMG-20180331-WA0022
Wandern an der Laguna Cuicocha (Cui bedeutet Meerschwein, fragt mich nicht nach dem Zusammenhang…)
IMG-20180331-WA0032
…Ein bisschen Mystik…
P1260602
Zwar umrundeten wir sie nicht, aber hatten nach einer Stunde einen top Ausblick!

P1260598

Zwei Wochen ging es dann nach Riombamba, denn dank der sehr großzügigen Familie einer Freiwilligen trafen sich über 15 Freiwillige aus ganz Ecuador, um zusammen auf dem Chimborazo zu wandern. Der Chimborazo ist 6310 Meter hoch und seine Spitze ist der am weitesten entfernte Punkt vom Erdkern.

So ging es am Samstag los, und nach circa einer Stunde zu siebt auf der Pickup-Ladefläche waren wir dann auf über 4000 Meter Höhe, von wo aus wir auf das erste Refugio wanderten, das auf circa 4700 Metern liegt. Es ist schon krass in so einer Höhe unterwegs zu sein, vor allem wenn man normalerweise auf nur 400 Höhenmetern lebt (Tena). Sehr anstrengend wurde es dann auf der halben Stunde bis zum Refugio Whymper, von 4700 auf 5000 Meter. Das war es jedoch wert, schon allein des Schnees wegen!

IMG-20180418-WA0039
Atemlos und glücklich bei dieser Höhe & Aussicht!

Am Abend ging es dann (trotz stechender Kopfschmerzen) auf das Konzert von Carlos Vives, der tatsächlich schonmal ein Lied mit Shakira aufgenommen hat!

Riobamba hat als Stadt einen sehr interessanten geschichtlichen Hintergrund, da die Stadt nach einem Erdrutsch 1797 zerstört wurde und einige Kilometer entfernt wieder aufgebaut wurde. Hier wurde außerdem 1830 die erste ecuadorianische Verfassung unterzeichnet, womit die spanische Kolonialzeit endgültig endete.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Auch in der Umgebung um Tena herum unternahmen wir einiges- so unternahmen wir unseren ersten Camping-Ausflug und zelteten nahe einer Comunidad bei einem Wasserfall, wo wir Maduros (reife Kochbananen) grillten, Brot rösteten und in Bananenblättern Guacamole (Avocado-Creme) mixten.

Schon wieder verging ein Monat wie im Flug- gefüllt mit neuen Bildern von atemberaubenden Landschaften und Erinnerungen. Ich hoffe euch geht es allen gut, und der Frühling hat endlich Einzug gefunden.

Wieder bedanke ich mich bei allen, die mich unterstützen; finanziell und auch durch jegliche Nachrichten und Bildergrüße, per Mail und Whatsapp. Vielen Dank euch allen dafür!

Alles Liebe zu euch aus dem warmen Tena,

Rahel
Advertisements

2 Kommentare zu „Parte VII: Descubrir el país~ Das Land erkunden

Gib deinen ab

  1. Hallo Rahel, einfach herrliche Natur, Deine Fotos sehr schön. Du erlebst andere Kulturen und Menschen.
    Das sind wirklich unersetzliche Erfahrungen.
    Wir selbst haben mit unserer jungen Familie(Sebastian,Maike und Jonte) Vietnam ein klein wenig erlebt, alleine hätten wir sicher auf diese Reise keine Lust oder keinen Mut gehabt.Jonte mit seinen knapp zwei Jahren war der Star während des Urlaubs.
    Weiterhin viele schöne Erlebnisse, Deine Eltern sind im August bei Dir? Schon toll bis demnächst.Liebe Grüße Armin und Lisa

    Gefällt mir

  2. Wow, das war bisher mein liebster Blogpost! Kurz und knackig und wunderschöne Bilder. Da bekomme ich gleich Lust, Spanisch zu lernen und Fernweh hab sowieso… Alles Liebe! 🙂

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: